Was tun bei Wadenkrämpfen
Posted by admin - 11/04/10 at 01:04 pm
Er kommt immer ohne Vorwarnung und ganz plötzlich – der Wadenschmerz. Treffen kann es jeden, und etwa 40 Prozent der deutschen Bevölkerung werden regelmäßig davon heimgesucht. Meistens handelt es sich hierbei um Sportler, Ältere oder auch Schwangere. Die meisten trifft es im Schlaf oder auch beim Sport, und während der langen Sekunden des Schmerzes denkt man wirklich, dass es Minuten sind, bis alles wieder vorbei ist. Die Wadenkrämpfe entstehen, wenn die an den Muskelfasern sitzenden Nerven unkontrollierte Impulse aussenden, und so kann der Muskel nicht mehr entspannen. Durch die Überlastung des Muskels durch diesen Krampf gibt es auch kleine Schäden, die zu dem bekannten Muskelkaterschmerz führen. Oft sind Störungen des Elektrolythaushaltes schuld an dem Ganzen. Bei Sportlern tritt der Krampf oft auf, wenn der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust bei starkem Schwitzen nicht ausgeglichen wird. Bei Frauen ist es so, dass es durch Hormonschwankungen zu einem veränderten Flüssigkeitshaushalt kommt. Manchmal sind auch Nervenschädigungen daran schuld, ein Bandscheibenvorfall kann beispielsweise dazu führen.
Bei Venenleiden als Ursache sollte man mit Präparaten aus Rotem Weinlaub und Rosskastanie Abhilfe schaffen können. Wenn diese Wadenkrämpfe, die eigentlich harmlos sind, plötzlich verstärkt auf, dann sollte man den Arzt konsultieren. Ernsthafte Ursachen sind hier zwar sehr selten, aber es kann auch eine bisher unbekannte Diabetes dahinterstecken. Ist der Krampf bereits da, sollte man den Muskel gezielt dehnen, das stoppt die Befeuerung der Muskelfasern durch die Nervenimpulse. So wird der Schmerz gestoppt. Man kann sich auch mit dem ganzen Gewicht auf die Füße stellen und etwas in die Knie gehen. Wer zu Wadenkrämpfen neigt, der sollte auf jeden Fall seinen Flüssigkeits- und Mineralhaushalt immer unter Kontrolle haben, vor sportlichen Aktivitäten Salzstangen essen oder Elektrolytgetränke zu sich nehmen. Bei Magnesiummangel sollte man die entsprechenden Präparate nutzen und dafür sorgen, dass eine gute Ernährung mit viel Vollkornprodukten diesen Mangel gar nicht erst entstehen lässt.

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