Ein Stich mit schlimmen Folgen – Zecken sind schon im Frühjahr aktiv
abgelegt im Archiv Insekten am 25.04.10

© Mick E.TalbotEndlich ist die Kälte vorbei und der Frühling ist da. Aber leider lauert jetzt schon in Bäumen und Sträuchern und natürlich auch in Wiesen und Wäldern eine sehr große Gefahr - die gefährlichen Zecken. Die kleinen Blutsauger warten nicht erst, bis es Sommer wird, sie sind auch jetzt schon aktiv. Und sie sind richtig gierig. Sie beißen sich fest, und oft kommt es vor, dass sie mit dem halben Körper in der Haut stecken. Dann müssen sie unbedingt mit einer schmalen, und am Ende nicht sehr scharfen Pinzette entfernt werden. Vor allem der Kopf muss raus, und wenn man das nicht schafft, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Dass diese Zecken gefährliche Krankheiten übertragen können ist ja bereits bekannt. Eine davon ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, bekannter als FSME. Dies ist eine Viruserkrankung und beginnt mit Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfweh. Dieses Virus ist in der Lage, das zentrale Nervensystem anzugreifen, und so kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen. Das Fatale daran ist, dass die Krankheit, wenn sie erst einmal richtig ausgebrochen ist, nicht ursächlich behandelbar ist. Daher ist es sehr wichtig für alle, die sich oft an der frischen Luft aufhalten, sich impfen zu lassen.
Dies ist die einzige Möglichkeit, sich gegen diese Viruserkrankung zu schützen. Wer in einem der Risikogebiete lebt oder auch wer in ein solches reist sollte sich gegen FSME impfen lassen. Wichtig ist, dass man sich bereits jetzt impfen lässt. Ein Zeckenstich kann auch zu einer Borreliose führen. Dies ist eine bakterielle Infektion, die sich mit Antibiotika behandeln lässt, und wenn man im Frühstadium mit der Behandlung beginnt, sind die Erfolgschancen sehr hoch. Aber das Antibiotikum muss über mehrere Wochen eingenommen werden, und das recht hoch dosiert. Eine entstehende Borreliose erkennt man durch Fieber und Antriebslosigkeit, oft tritt auch die sogenannte Wanderröte auf. Hierbei tritt ein roter Ring rund um die Einstichstelle auf, der teilweise am Körper weiterwandert. Leider gibt es gegen die Borreliose bisher noch keinen Impfstoff. Aber die vorbeugende Impfung gegen FSME sollte man auf jeden Fall durchführen lassen.

© Mick E.Talbot
Tags: gefährliche Zecken, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Borreliose, FSME, Viruserkrankung, Hirnhautentzündung
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